Zumthor, Denken 50-7
Den Saal mit der Sitznische in der Stirnwand, der mir so gut gefallen hat, dass ich darüber schrieb, habe ich später nochmals besucht. Ich war mir nicht sicher; ob die niedrige Stufe, die den Boden der Nische vom Hauptraum abhebt, tatsächlich existiert. Es gibt sie nicht. Auch die Unterschiede in der Helligkeit zwischen Nische und Saal sind nicht so ausgeprägt wie ich mich an sie beim Schreiben zu erinnern glaubte, und die fade Helligkeit der Wandverkleidung hat mich enttäuscht.
Diese Unterschiede zwischen der Wirklichkeit und meiner Erinnerung haben mich nicht überrascht. Ich war nie ein guter Beobachter, wollte nie so richtig einer werden. Ich nehme gerne Stimmungen auf, bewege mich gerne in räumlichen Situationen, bin zufrieden, wenn ein gutes Gefühl, ein Eindruck zurückbleibt, aus dem ich später, wie beim intensiven Betrachten eines Bildes, Einzelheiten herauslesen und mich fragen kann, was wohl das Gefühl der Wärme, der Geborgenheit, der Leichtigkeit oder der Weite ausgelöst hat, das mir in Erinnerung blieb. Wenn ich so zurückblicke, lassen sich Architektur und Leben, die räumliche Situation und was ich in ihr erlebte, nicht mehr trennen. Auch wenn ich mich nur auf die Architektur konzentriere, versuche zu verstehen, was ich sah, schwingt das Erlebte mit und färbt das Gesehene ein. Und Erinnerungen an ähnliche Erfahrungen dringen ein. Die Bilder verwandter architektonischer Situationen überlagern sich und verdichten sich gegenseitig. Die Stufe in der Nische hätte sein können. Vielleicht war sie sogar einmal dort und wurde nachträglich entfernt? Oder wenn sie nie dort war, müsste man sie vielleicht einbauen, um den Raum zu verbessern? Jetzt bin ich schon wieder Architekt, und ich merke, wie gern ich mit diesen offenen Bildern arbeite und wie sie mir helfen, das Gesuchte zu finden.
공간이 나에게 미치는 내적 영향들이 중요하다 ─ 또한 그것은 꼭 사실적일 필요가 없다. 그런 의미에서 묘사의 시도는 대단히 중요하다! 그것들이 곧 나의 공간이 되기 때문이다.
무엇을 기억하는가가 아닌 어떻게 기억하는가. 그 뒤에 그 환경을 머릿속에서 다시 짓는 것이 건축의 시작이다. 건축가의 기억력을 기르자.